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Newsarchiv

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5. Siebengebirgsmarathon am 14. Dezember 2003

Am Ende, nachdem sie die 42,195 Kilometern des Siebengebirgsmarathons

bewältigt haben - in der Lokalpresse ist nach dem Rennen von “einer

anstrengenden Schlammschlacht in einer atemberaubend schönen

Landschaft“ zu lesen - ist es auch für die Läuferinnen und

Läufer ein ganz normaler dritter Advent. Bei Kaffee und Kuchen sitzen sie

im warmen Aegidienberger Bürgerhaus, erwarten gespannt die letzten

Bekannten, die das Ziel noch nicht erreicht haben, berichten von ihren

Erlebnissen der letzten Stunden, von Rehen, Weihnachtsmännern, Riesen und

anderen Begebenheiten in den Wäldern des Siebengebirges und diskutieren

ihre Pläne für die nächste Lauf-Saison.

Zum fünften Mal hat der TriPower Aegidienberg in diesem Jahr seinen

Marathon im südlichen Siebengebirge veranstaltet. Die Zahl der Teilnehmer

steigt auch bei diesem Rennen kontinuierlich. Diesmal waren rund 800

Läuferinnen und Läufer auf der Strecke. Damit ist das Teilnehmerlimit

erreicht, das sich die Veranstalter selber gesetzt haben. Der schönen und

ruhigen Atmosphäre im Rennen und um das Rennen herum schaden die

steigenden Teilnehmerzahlen bisher jedenfalls nicht.

Die 40 Berge des Siebengebirges

Das Siebengebirge liegt auf der rechten Rheinseite im Osten von Bonn. Die

höchsten der insgesamt mehr als 40 Berge erheben sich gut 400 Meter

über das Rheintal. Siebengebirge und 40 Berge? Es gibt eine kluge

sprachwissenschaftliche Lösung und eine einfache Erklärung für

diesen scheinbaren Widerspruch. Das Siebengebirge hat seinen Namen, so die

einfache Erklärung, weil irgendwann einmal sieben freundlicher Riesen dem

Rhein ein neues Flussbett gegraben haben. Die sieben fleißigen Riesen

haben nach der Arbeit ihre Schaufeln gereinigt und dabei sind dann die 40 Berge

entstanden ...

Neben vielen Läuferinnen und Läufern aus der Region und den

notorischen immer und überall Läufern - Horst Preisler absolvierte

seinen 1221. Marathon, Sigrid Eichner kommt seit Sonntag auf 874 Rennen

über die 42 Kilometer Distanz - treffen sich hier vor allem die Freunde

des gepflegten Berglaufs. Denn flache Wege gibt es im Siebengebirge nicht,

immer geht es hoch oder runter.

An diesem 3. Advent ist echtes Aprilwetter im Rheinland. Viel Wind, ein paar

Schauern und, wenn man es nur ruhig genug angegangen ist, am Ende sogar ein

paar Sonnenstrahlen, sorgen für ein abwechslungsreiches Klima auf der

Strecke.

Der Start ist auf der kleinen Pferderennbahn in Aegidienberg. Nach einer

kleinen Runde durch das Dorf, geht es dann für die nächsten 40

Kilometer auf die Berg- und Talrunde im Siebengebirgswald. Das Streckenprofil

gönnt den Läuferinnen und Läufern zunächst eine fünf

Kilometer lange Bergabstrecke. Rehe im Tal sind durch die vielen bunten

Gestalten am frühen Sonntag irritiert und trauen sich zunächst nicht,

den Weg der Läufer zu kreuzen. Die Strecke führt dann fast sechs

Kilometer stetig und nicht allzu steil bergauf. Vorbei an der Löwenburg

bis Ittenbach, dem nördlichsten Punkt der Strecke. Bis zur Halbzeit geht

es dann - mit immer wieder schönen Ausblicken aufs Rheintal - mehr

abwärts als aufwärts, einfach nur flach ist die Strecke wie gesagt

nie. Kurz hinter der Halbmarathonmarke überrascht der Weihnachtsmann

persönlich die Läufer. Mit rotem Mantel und Mütze bekleidet

lenkt er seine Kutsche über die Laufstrecke, hat aber leider keine

Präsente für die fleißigen Sportler dabei. Schade. So

müssen die Läuferinnen und Läufer unbeschenkt die letzten langen

Steigungen bei Kilometer 27 und 34 auf sich nehmen. Zur Belohnung geht es ab

Kilometer 37 fast nur noch bergab bis zum Ziel im Bürgerhaus von

Aegidienberg.

Zieleinlauf im Bürgerhaus

Beim Siebengebirgsmarathon müssen die Zuschauer am Ziel nicht im kalten

Dezemberregen auf die Ankunft ihrer Lieben warten. Die Veranstalter haben den

Zieleinlauf ganz einfach in das Bürgerhaus verlegt. Das sorgt für

eine gute Atmosphäre bis weit in den Nachmittag hinein und sichert auch

den später ankommenden Sportlerinnen und Sportler den Applaus einer gut

gefüllten Halle.

Schnell über die Berge kamen Natalia Markun aus Minsk in 3:04:34,

Birgit Lennartz in 3:15:45 und Elena Wagner aus Koblenz in 3:16:17. Bei den

Herren gewann Christian Schmidt aus Sankt Augustin in 2:43:50 vor Helmut Dehaut

aus Zweibrücken in 2:47:09 und Christoph Kranz aus Bitburg in 2:52:06.

Frank Bielefeld

 

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