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Bücher zum Laufen – laufend neu … 4. Serie - Teil 1

Bücher zum Laufen gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle.

Laufend kommen neue hinzu. Wer kann da noch einen Überblick wahren,

geschweige denn mit dem Lesen nachkommen? Getreu dem Motto: „Wer vieles

bietet, bietet manchem etwas“ stellen wir in einer insgesamt

siebenteiligen Serie jeweils „einer Handvoll“ Neuerscheinungen im

Überblick vor.

Das sind dann summa summarum … 35 Neuerscheinungen!

Wir setzen damit eine Serie fort, die wir im Frühjahr bzw. Herbst 2004

begonnen haben. Wer sich die dort vorgestellten Bücher noch einmal

ansehen und vergleichen möchte, kann in unserem Archiv unter der Rubrik

„presse special“ nachschlagen.


Ein Anspruch auf Vollständigkeit aller Neuerscheinungen zum Laufsport

im deutschsprachigen Raum kann und soll mit unserer Serie jedoch nicht

erhoben werden. Die Auswahl von Büchern erfolgt in alphabetischer

Reihenfolge der Autorinnen und Autoren.

Die kurzen Texte dazu sind auch vor dem Hintergrund geschrieben, die

einerseits mittlerweile immer breiter werdende Palette der Themen bzw.

die andererseits manchmal sich auch wiederholenden Inhalte aufzuzeigen

… bis hin zu solchen Laufbüchern, bei denen man vom Titel noch nicht

einmal sicher sein darf, dass es hier tatsächlich um das „richtige“

Laufen geht:


Thomas Buchhorn/Nina Winkler: Das Grosse GU-Laufbuch. Gräfe und Unzer Verlag: München 2005. 192 S.; 19,90 €. ISBN 3-7742-6679-4.

Dieses Buch beginnt mit einem kleinen Test, bei dem herausgefunden

werden soll, zu welchem Läufer(innen?)-Typ man/frau gehört. Dazu werden

17 Fragen gestellt und … drei Typen angeboten: der Wellness-, Fitness-

und schließlich der Wettkampf-Läufer.

So soll die gezielte Lektüre der vier großen Kapitel („Basics

Training“, „Basics Plus“, „Typgerecht laufen“ und „Die

Läufer-Sprechstunde“) ein wenig vorgespurt werden. Nebenbei: Bei der

Abkürzung „GU“ handelt es sich nicht etwa um einen neue

Trainingsmethode, sondern (nur) um die Verlagsabkürzung … und zum Autor

bzw. zur Autorin sei noch angemerkt, dass er als Orthopäde in einer

Gemeinschaftspraxis in Straubing (Bayern) arbeitet und zum betreuenden

Ärzteteam beim München Marathon gehörte, während sie als Journalistin

und Personal-Trainerin arbeitet. Dass beide passioniert laufen, muss

eigentlich nicht besonders betont werden.


Holle Bartosch: Frauen laufen anders. Das Laufbuch für Anmut und

Kraft, eine schöne Figur, Glück und Genuss. Econ: Berlin 2005. 205 S.;

17,95 €. ISBN 3-430-11189-7.

Dieses Buch kann sicher eine Marktlücke schließen, wenn es dazu

beiträgt, dass noch mehr Frauen zum Laufen finden … wie „anders“ das

letztlich auch sein mag. Inhaltlich spricht das Werk der

Sportwissenschaftlerin Holle Bartosch (Jahrgang 1971) eine ganze

Palette von Themen an, die gerade für Frauen eine wichtige

Einstiegshilfe sein können:

„Laufen für jede“, „Was isst Frau?“, „Der Tanz der Hormone“,

„Schwanger? Laufen zu zweit!“ lauten ein paar dieser frauenspezifischen

Kapitelüberschriften.

Zwischendurch werden immer mal wieder Tipps gegeben, Wahrheitsgehalt

und Befolgungsintensität sei jeder Frau selbst überlassen – ein

Beispiel: „Ihr Lauftagebuch ist Ihr bester Freund und Helfer. Es

motiviert und macht stolz!“

Und noch ein Tipp für alle, die das Buch kaufen wollen: Es kann sein, dass die Seite 43 fehlt bzw. fehlerhaft ist …


Amby Burfoot (Hrsg.): Runner`s World. Das große Buch vom Laufen:

Rowohlt Taschenbuch Verlag: Reinbek 2004. 312 S.; 16,90 €. ISBN

3-499-61057-4.

Dieses Buch ist die deutschsprachige Erstausgabe eines 2003 zuerst im

Englischen erschienenen Nachschlagewerkes zum Laufen. Herausgeber ist

mit Amby Burfoot ein erfahrener Laufexperte aus dem Runner`s World-Team

- jene mittlerweile in neun Ländern verbreitete und in der Welt

führende Läuferzeitschrift.

Für dieses längst überfällige Handbuch wurde „nur das Beste“ aus dem

unerschöpflichen redaktionellen Fundus an Wissen und Material von

Runner`s World neu zusammengestellt. Das Kompendium versteht sich so

gesehen auch als ein umfassender Ratgeber, den man nicht gleich ganz

lesen muss, aber in Bezug auf bestimmte Themen und Probleme dann sehr

gezielt befragen kann.

Die Aufmachung ist absolut professionell … die Bilder sind zu schön und

wirken daher fast ein wenig (alltags-) fremd. Die insgesamt acht Teile

behandeln u. a.: Laufen und Ernährung, Verletzungen und wie man sie

vermeiden kann, Frauen und Laufen, die mentale Seite des Laufens und

den Marathonlauf, und zwar jeweils in vier bis sechs thematisch

nochmals unterteilten Abschnitten. Ein Schlagwortregister beschließt

das ausgezeichnete Buch.

 

Carl-Jürgen Diem/Nadine Lindenstruth: Tipps für Ausgleichsgymnastik

für Läufer, Walker, Nordic Walker. Meyer & Meyer: Aachen 2005. 104

S.; 9,95 €. ISBN 3-89899-085-0.

Dieses Buch ist ein Bilderbuch im Postkartenformat. Das soll auch

heißen: Es besteht in erster Linie aus Fotos, die die

ausgleichsgymnastischen Übungen in ihrer Grundstellung bzw. in ihren

Abläufen zeigen. Darin liegt der besondere Wert des Buches, weil man

quasi beim Blättern gleich für sich entdecken kann, welche Übung einem

zusagt … und weil fast alle Übungen ohne Gerät auskommen – eine

Einladung zum sofortigen Mitmachen!

Was die Systematik anbelangt, ist die Gymnastik unterteilt in „Übungen

im Stand“ sowie in „Bodenübungen zum Dehnen und Kräftigen“ sowie

nochmals nach Körperteilen von Kopf, Hals über Schulter bis zu Beinen

und Füßen. Ziel der (regelmäßigen) Durchführung der Übungen ist eine

optimale muskuläre Elastizität zur Vorbereitung bzw. als Element zur

Beanspruchung durch Ausdauerleistungen.

 

Stéphane Franke: Laufen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene … meine

Geheimnisse für mehr Spaß und Erfolg! Weropress (ohne Ort und Jahr).

215 S.; 16,95 €. ISBN 3-937588-13-2.

Dieses Buch ist die nahezu inhaltsgleiche Neuausgabe eines früheren

Laufkompendiums des Autors mit gleichem Titel. Es handelt sich um ein

„ansprechendes“ und „benutzerfreundliches“ Laufbuch, das schreibt sogar

schon Haile Gebrselassie im Vorwort. Stéphane Franke, nach seiner

Läuferkarriere jetzt u. a. auch als Botschafter des Mentorenprogramms

beim Ruhr Marathon tätig, lässt kein Thema rund um das Laufen aus:

„Mehr Freude am Sex durch Laufen“ lautet beispielsweise die Überschrift

zu Kapitel 11 … mit der Kernaussage: „Läufer können schneller, öfter

und länger“. Das Kernkapitel im Buch dürfte jedoch das mit den

individuellen Trainingsplänen sein, wo man/frau sich den für die

angestrebte Bestzeit über 10 km von 46 bis 35 min und darunter

aussuchen kann; Tipps zum erfolgreichen Marathonlaufen schließen sich

dann unmittelbar an.


Die Serie „Bücher zum Laufen - laufend neu“ wurde konzipiert und

zusammengestellt von Dr. Detlef Kuhlmann, dem langjährigen

Ressortleiter Kultur beim real,- Berlin-Marathon, im Hauptberuf

Sportwissenschaftler an der Freien Universität Berlin (derzeit auf

einer Vertretungsprofessur für Sportpädagogik an der Universität

Hannover) und natürlich selbst aktiver Läufer beim Sport-Club

Charlottenburg (SCC Berlin) sowie ehrenamtlich engagiert bei SCC

RUNNING.

Kontakt über: deka@zedat.fu-berlin.de.


Die insgesamt siebenteilige Reihe „Bücher zum Laufen – laufend neu“

wird in den nächsten Wochen fortgesetzt, und zwar jeden Samstag um

Punkt 12 Uhr … Sie sind herzlich eingeladen, bei der nächsten

„Handvoll“ Neuerscheinungen zum Laufen vorbeizuschauen!

 

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