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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Die TOP-Athleten des 30. real,- BERLIN-MARATHON.

Startnummer 1: Raymond Kipkoech

2002 gewann der inzwischen 25-jährige Kenianer Raymond Kipkoech den 29.

real,- BERLIN-MARATHON in der Weltklassezeit von 2:06:47 Stunden. Das war zum

damaligen Zeitpunkt die zehntschnellste je gelaufene Zeit, und Raymond Kipkoech

verbesserte seine persönliche Bestleistung um gut vier Minuten. Vor einem

Jahr war er mit der Startnummer 61 ins Rennen gegangen. Dieses Mal wird er die

Startnummer 1 haben, die traditionell für den Vorjahressieger reserviert

ist.

Seit 1999 trainiert Raymond Kipkoech im kenianischen Kapsait in 3000 Metern

Höhe. Dort hat sein Cousin Erick Kimaiyo, ein früherer

Weltklasseläufer, ein Trainingscamp für den italienischen Manager

Gabriele Rosa aufgebaut. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, hatte er

sich der Trainingsgruppe angeschlossen. “Sein Talent war offensichtlich

– es war eine Frage der Zeit, wann er den Durchbruch schaffen würde.

Jetzt ist seine Zeit gekommen, es war sein Tag. Und er wird in der Zukunft noch

stärker werden“, sagte der Weltklasseläufer Simon Biwott, der

im vergangenen Jahr in Berlin Zweiter war, nachdem er das Rennen 2000 gewonnen

hatte und 2001 Vize-Weltmeister geworden war. Und der Sieger, der bei seinem

einzigen Marathon zuvor 2:10:52 Stunden gelaufen war, meinte: “Ich wollte

in Berlin eine persönliche Bestzeit laufen und hatte an 2:08 bis 2:09

Stunden gedacht.“

Raymond Kipkoech, der fünf jüngere Geschwister hat, von denen zwei

vor kurzem ebenfalls mit dem Laufsport begonnen haben, trainiert in Kapsait.

“Die Bedingungen dort oben sind sehr schwer, es gehört eine Menge

Disziplin dazu, wenn man dort erfolgreich trainieren will“, erzählt

Gabriele Rosa.

Startnummer 2: Paul Tergat

Fünfmal in Folge wurde Paul Tergat, der früher Basketball spielte,

in den 90er Jahren Cross-Weltmeister. Doch bekannt wurde der Kenianer in erster

Linie als der große Herausforderer von Haile Gebrselassie. Den

10.000-m-Weltrekord hatte er dem Äthiopier einmal entrissen, doch bei den

großen Finals war er immer wieder Zweiter. Zuletzt verlor er gegen

Gebrselassie bei den Olympischen Spielen von Sydney 2000 nur hauchdünn.

“Ich schätze Paul Tergat – in Sydney hat er wirklich Pech

gehabt, denn es war so knapp“, sagt Haile Gebrselassie über seinen

smarten Konkurrenten.


Tegla Loroupe macht Paul Tergat mit einem Mitarbeiterteam des real,-

BERLIN-MARATHON Mut für seine Weltrekordjagd.

Nach diesen Olympischen Spielen wechselte Paul Tergat die Strecke. Sein

Marathon-Debüt beendete er 2001 in London dann als Zweiter. Ein Jahr

später besiegte er Haile Gebrselassie beim London-Marathon, wurde aber

wieder nur Zweiter. Khalid Khannouchi (USA) siegte in der Weltrekordzeit von

2:05:38 Stunden. Seitdem ist Paul Tergat mit 2:05:48 der zweitschnellste

Läufer über die klassischen 42,195 km. Nur zehn Sekunden fehlen dem

Halbmarathon-Weltrekordler (59:17 Minuten), um auch über die

Marathondistanz in den Rekordbüchern zu stehen. Doch gewonnen hat er bis

heute keines seiner Marathonrennen.

Die Ziele für den real,- BERLIN-MARTAHON am 28. September sind also

klar: der Sieg und der Weltrekord. Der 34-Jährige will die flache und

dadurch besonders schnelle Berliner Strecke dazu nutzen, um Weltrekord zu

laufen. Dafür nimmt er auch finanzielle Einbußen in Kauf. Denn beim

wesentlich finanzstärkeren Chicago-Marathon hätte er im Oktober mehr

verdienen können als in Berlin.

Startnummer 3: Janne Holmen

Eine der großen Überraschungen der

Leichtathletik-Europameisterschaften von München 2002 geschah am

Schlusstag. Im strömenden Regen sorgte ein bis dato international

unbekannter Läufer für eine Sensation: Janne Holmen wurde

Marathon-Europameister. Und das im Rennen gegen die Spanier, die in den Jahren

zuvor so viele große internationale Erfolge gefeiert hatten. Der Finne

aus Uppsala überraschte sie alle. Ausgerechnet in München lief Janne

Holmen zum größten Triumph seiner Karriere. Er lief genau in jenes

Stadion, in dem genau 30 Jahre zuvor ein anderer großer finnischer

Läufer für Furore gesorgt hatte. Lasse Viren hatte 1972 bei den

Olympischen Spielen von München über 5000 m und 10.000 m die

Goldmedaille gewonnen. Der Läufer aus Uppsala, der in der Stadt Geschichte

studierte, hat einen interessanten leichtathletischen Familien-Hintergrund.

Seine Mutter Nina war auch eine ausgezeichnete Läuferin und 1974 ebenfalls

Europameisterin. In Rom hatte sie damals über 3000 Meter gewonnen. Dass

die Langstrecke damals noch nicht olympisch war, war Pech für sie. So

konnte sie 1976 in Montreal nur über 1500 Meter laufen und wurde damals

immerhin Achte. Auch sein Vater und Trainer Rune war ein Läufer: 1971 war

er bei den Europameisterschaften Zwölfter über 5000 Meter, ein Jahr

später wurde er über diese Strecke finnischer Meister. Janne Holmen

läuft beim real,- BERLIN-MARATHON seinen ersten Marathon nach dem

EM-Triumph.

Startnummer F3: Renata Paradowska

Die 33-jährige Polin feierte 1997 und 1998 ihre größten

Erfolge als Marathonläuferin. 1997 gewann sie den Hamburg-Marathon in

2:29:27 Stunden. Ein Jahr später wurde sie überraschend Zweite beim

Boston-Marathon. Damals rannte sie auf der zwar abfallenden, aber aufgrund

deutlicher Höhenunterschiede schwer zu laufenden Strecke ihre Bestzeit von

2:27:17 Stunden. Nur die Olympiasiegerin Fatuma Roba (Äthiopien) war

damals in Boston schneller als Renata Paradowska. Derartig gute Ergebnisse

gelangen ihr danach nicht mehr. Nach einer Babypause rannte sie dann vor einem

Jahr in Tokio auf Platz sieben und im April 2003 in Hamburg auf Rang fünf

in 2:29:17.

Startnummer F4: Alina Iwanowa

Im Marathon schaffte die 34-jährige Russin vor zwei Jahren in London

einen Durchbruch. In dem hochklassigen Rennen steigerte sie sich auf 2:25:34

Stunden, was in dem außergewöhnlich starken Feld allerdings trotzdem

nur zu Rang sieben reichte. 1991 war Alina Iwanowa Weltmeisterin im

10-km-Gehen. Und ein Jahr später überquerte sie als Erste die

Ziellinie im 10-km-Gehen bei den Olympischen Spielen von Barcelona, doch

anschließend wurde sie disqualifiziert. Dieses Erlebnis frustrierte

Iwanowa derart, dass sie zum Laufen wechselte. Überredet hatte sie damals

die russische Marathon-Olympiasiegerin Walentina Jegorowa, mit der sie zusammen

trainierte. Doch der erste Erfolg ließ lange auf sich warten: Im Jahr

2000 gewann sie schließlich den Prag-Marathon in 2:27:42. Im gleichen

Jahr startete sie auch in Berlin und wurde Achte in 2:31:26.

Startnummer F6: Ornella Ferrara

Die 35-jährige Italienerin ist eine erfahrene Marathonläuferin.

Vor zehn Jahren war sie bereits elfte beim Marathon-Weltcup. Ihren

größten Erfolg feierte Ornella Ferrara 1995 bei der WM in

Göteborg, als sie die Bronzemedaille im Marathon gewann. Ein Jahr zuvor

hatte sie bei der EM als Vierte eine Medaille verpasst. Doch erst 1997 lief

Ornella Ferrara zum ersten Mal unter 2:30 Stunden: In 2:28:01 wurde sie Zweite

beim Turin-Marathon. Nach einer Babypause 1999 lief sie ihr bestes Rennen als

Zweite in Carpi 2000 in 2:28:59. Im Frühjahr 2003 wurde sie Vierte in

Seoul in 2:33:52.

Startnummer F8: Kathrin Weßel

Marathon-Bestzeit: 2:28:27 (2001)

Der real,- BERLIN-MARATHON wird für Kathrin Weßel der

Jahreshöhepunkt sein. Im vergangenen Jahr rannte die Läuferin des

Veranstalterklubs SCC Berlin ihr Heimrennen und wurde dabei in 2:36:36 Stunden

Deutsche Meisterin. Und das, obwohl sie zu dieser Zeit unter Ischiasproblemen

litt. Deswegen hatte die Berlinerin auch keine Chance, an ihre Bestzeit

heranzulaufen. Diese steht bei 2:28:27 Stunden – und auch dieses Ergebnis

lief Kathrin Weßel in Berlin. Im Jahr 2001 war sie damit Dritte. Ein

ähnliches Resultat wäre für die 36-Jährige ein großer

Erfolg.

Kathrin Weßel war über viele Jahre hinweg Deutschlands

erfolgreichste Bahn-Langstreckenläuferin. Und noch immer ist sie mit

31:03,62 Minuten deutsche Rekordhalterin über die 10.000-m-Strecke.

Höhepunkt ihrer langen Karriere waren die Weltmeisterschaften 1987 in Rom,

wo sie Dritte über diese Distanz war. Drei Jahre später wurde sie

ebenfalls über die 10.000-m-Strecke Vize-Europameisterin. Die frühere

deutsche Serienmeisterin über 10.000 m konzentrierte sich dann Anfang der

90er Jahre erstmals stärker auf die längeren Straßenrennen.

1991 und 92 gewann sie die 25 km von Berlin, und auf Anhieb gewann sie 1994

auch den BERLINER HALBMARATHON in der Streckenrekordzeit von 70:47 Minuten. Und

auch ihr Marathondebüt war erfolgreich: In Frankfurt wurde die Berlinerin

1994 Deutsche Meisterin.

Startnummer F30: Elizabeth Yelling

Die 28-jährige Britin könnte beim real,- BERLIN-MARATHON für

eine Überraschung sorgen. Sie läuft auf der flachen Berliner Strecke

ihr Marathondebüt, nachdem sie im vergangenen Jahr bei den Commonwealth

Games in Manchester über 10.000 m Vierte war in persönlicher Bestzeit

von 31:58,39 Minuten. Sie bringt also eine ordentliche Grundschnelligkeit mit,

hatte allerdings im Sommer Achillessehnenprobleme. Liz Yelling startet für

Bedford & County AC. Es ist der Klub von Marathon-Weltrekordlerin Paula

Radcliffe. Und auch die Trainer sind die gleichen: Alexander und Rosemary

Stanton.

 

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