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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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EM02: Zu müde für eine Medaille

Ein bisschen hatte man hoffen dürfen auf Claudia Gesell. Doch am Ende

reichte es für die 24-jährige 800-m-Läuferin von Bayer

Leverkusen nicht für eine Medaille in ihrem ersten großen

Meisterschaftsfinale. Claudia Gesell belegte Platz fünf in diesem Finale

und lief dabei immerhin eine Saisonbestzeit von 2:00,51 Minuten. Vielleicht

hatte sie sich im ersten Teil des Rennens zu weit hinten im Feld der acht

Läuferinnen einsortiert, so dass sie erst viel zu spät reagieren

konnte, nachdem vorne Jolanda Ceplak mit einer Tempoverschärfung das Feld

auseinandergerissen hatte. Die slowenische Hallen-Europameisterin, die im

März in Wien Steffi Graf besiegt hatte und dabei einen Hallen-Weltrekord

aufgestellt hatte, gewann das Rennen souverän in 1:57,65 Minuten. Im

Vorlauf hatte Claudia Gesell überrascht, als sie Ceplak im Spurt noch

überholte und gewann.

„Es ging einfach nicht mehr, meine Beine waren müde“,

erklärte Claudia Gesell, die jedoch mit ihrer Leistung zufrieden sein

konnte. „Ich weiß noch nicht genau, wann ich wieder starten werde.

Aber ich will in dieser Saison noch die Zwei-Minuten-Grenze unterbieten“,

sagte die Junioren-Weltmeisterin von 1996. Zwei Plätze hinter ihr lief

Ivonne Teichmann ins Ziel. Die Magdeburgerin benötigte 2:00,87 Minuten und

sagte: „Ich bin weder mit der Zeit noch mit dem Platz zufrieden. Ich habe

gehofft, die anderen gehen das Tempo von Jolanda Ceplak nicht mit, aber sie

waren einfach stärker als ich.“

Über 1500 m der Männer hatte es zuvor im Finale ein totes Rennen

gegeben – so sah es zumindest aus. Und zunächst waren sowohl der

Franzose Mehdi Baala als auch der Spanier Reyes Estevez als Sieger angezeigt

worden. Für beide lautete die Zeit 3:45,25 Minuten. Doch nach einer

genauen Zielfotoauswertung erklärte die Jury den Franzosen zum neuen

Europameister. Zwei Tausendstelsekunden betrug der Vorsprung. „Ich war

natürlich enttäuscht, denn mein Ziel war die Goldmedaille“,

sagte Estevez später. Dritter war der Portugiese Rui Silva, der gehofft

hatte, die beiden vor ihm platzierten Athleten auf den letzten 100 Metern noch

zu überholen. „Aber ich bin auch mit Bronze zufrieden.“

 

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