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Kelly Holmes beendet erfolgreiche Karriere

Kelly Holmes hat

am Dienstag bekannt gegeben, dass sie ihren Commonwealth-Titel über die 1.500 Meter

nicht verteidigen wird. Außerdem gab sie den Rücktritt von ihrer herausragenden

Karriere bekannt. Die 35-jährige Doppel-Olympiasiegerin aus Großbritannien, die

in Athen 2004 die 800 m sowie die 1500 m gewann, hatte schon immer geplant, bei

den nächsten Commonwealth-Games, die in Melbourne im nächsten März stattfinden,

ihre Karriere zu beenden.

Während einer

Pressekonferenz in London sagte Kelly Holmes: „Das war eine sehr harte

Entscheidung für mich – die Spikes an den Nagel zu hängen, ist ein großer

Schritt. Ich hätte gerne in Melbourne teilgenommen, aber die Zeit ist für mich

gekommen, nach vorne zu schauen und ein paar Sachen zu beginnen, die mir angeboten

wurden.“

Holmes gab zu,

dass ihr, nachdem sie fast ein Jahr mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte,

am Ende die Entscheidung, den Sport zu beenden, nicht sehr schwer gefallen sei:

„Ich habe in meinem Leben alles erreicht was ich wollte”, sagte Holmes. „Ich

möchte das nicht mehr weitermachen. Ich habe alles im Sport erreicht, und ich

muss keinem mehr etwas beweisen, auch nicht mir. Ich habe das erreicht, wovon

andere noch träumen. Es war eine harte Zeit, mit Höhen und Tiefen“, sagte

Holmes, die in den letzten zehn Jahren mit einigen schweren Achillessehnen-Problemen

zu kämpfen hatte.

"In

Melbourne hätte ich mich in eine Position gebracht, in der ich nicht alles

geben könnte, da man sich bezüglich Verletzungen nie sicher sein kann. Ich habe

die Commonwealth-Games schon zweimal gewonnen und einmal eine Silbermedaille (über

1.500 m in Kuala Lumpur 1998) und ich hatte keine Ambitionen, noch einmal Commonwealth-Sieger

zu sein.“

"Ich werde mich nun

100-prozentig meiner neuen Karriere widmen, und ich glaube, ich kann dabei

helfen die Menschen, besonders die Kinder, mit dem Sport in Verbindung zu

bringen.“ Kelly Holmes könnte sich auch vorstellen,

als Senior-Botschafterin beim internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) zu

arbeiten.

Der IAAF-Präsident

Lamine Diack brachte seine Bewunderung über Holmes weltweiten Einsatz zum

Ausdruck. „Ich glaube, Kelly Holmes wird nun eine Legende unseres Sports sein“,

sagte Diack, der ungeduldig auf ihren Rücktritt gewartet hatte, bevor er ihr vorschlug,

eine

Schlüssel-Botschafterrolle zu übernehmen. „Was

besonders beeindruckend ist, ist der Verlauf ihrer Karriere mit ihren vielen

Verletzungen und Niederlagen in den ganzen Jahren. Und dann, bei ihren letzten

Olympischen Spielen, kommt sie und gewinnt zwei olympische Goldmedaillen. Das

war ein sensationeller Erfolg, der mir die Schönheit der Leichtathletik zeigt. Mit

Courage und Zielstrebigkeit hielt sie immer am Geist der Leichtathletik fest“,

fügte Lamine Diack hinzu. „Aus diesem Grund hoffe ich, nachdem sie jetzt

zurückgetreten ist, dass sie eine unserer Botschafterinnen bei der IAAF wird. Sie

hat alles, was man braucht, um eine Vorbildfunktion für die neue

Athleten-Generation zu sein.”

 

David Martin

 

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