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Konkurrenz für Weltrekordler Haile Gebrselassie in Berlin: Vorjahressieger Patrick Makau will es wissen

Ein Alleingang von Haile Gebrselassie beim 38. BMW BERLIN-MARATHON am 25. September ist unwahrscheinlich. Vorjahressieger Patrick Makau will dem äthiopischen Weltrekordler Paroli bieten. Der 26 Jahre alte Kenianer war 2010 der weltschnellste Marathonläufer mit seinen 2:04:48 Stunden beim Rotterdam-Marathon. In Berlin siegte er vor Jahresfrist in phänomenalen 2:05:08 – trotz Dauerregen und entsprechend zurückhaltender Renngestaltung. Zuletzt belegte er beim Virgin London Marathon den dritten Platz und lief trotz eines Sturzes bei halber Strecke 2:05:45. Er freue sich, gegen den Ausnahmeläufer Gebrselassie laufen zu dürfen, sagte er. „Ich traue ihm zu, dass er auch in Berlin nochmals sehr schnell läuft. Aber ich werde versuchen, mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Wenn wir am Schluss noch zusammen sind, wird der Stärkere gewinnen.“ Beide Läufer wollen (und müssen) sich in Berlin für die Olympischen Spiele qualifizieren und dabei sehr schnell laufen, wenn sie sich gegen die Konkurrenz im eigenen Land durchsetzen wollen. Gebrselassie ist sich sicher, dass er schneller als 2:05 laufen muss, und die Konkurrenz von Makau im eigenen Land ist noch stärker als die seines Konkurrenten aus Äthiopien.

Patrick Makau Musyoki, wie er mit vollem Namen heißt, kommt wie die meisten kenianischen Athleten aus ärmlichen Verhältnissen. Er lebt mit seiner Frau und einer dreijährigen Tochter in Ngong, einem Vorort von Nairobi. Einen Namen machte er sich zunächst über die Halbmarathonstrecke. Mit 58:52 Minuten ist er der viertschnellste Halbmarathonläufer weltweit. Seit 2007 hält er den Streckenrekord des Vattenfall BERLINR HALBMARATHON (58:56).

Top-Besetzung auch bei den Frauen

Eine weitere Top- Starterin in der Frauen-Konkurrenz, die mit Weltrekordlerin Paula Radcliffe (GBR) und Irina Mikitenko (SC Gelnhausen) so stark besetzt ist wie noch nie, ist die Rumänin Lydia Simon (38), eine der erfolgreichsten und erfahrensten Marathonläuferinnen aller Zeiten. 2001 war sie Marathon-Weltmeisterin, 2000 Olympiazweite, 1997 WM-Dritte, 2008 Achte beim Olympiamarathon von Peking (2:27:51). Dreimal hintereinander gewann sie den renommierten Osaka-Marathon. Ihre Bestzeit steht bei 2:22:54 (1999). Außerdem am Start: Europameisterin Nailya Yulamanova (Russland) und Halbmarathon-Weltmeisterin Florence Kiplagat (Kenia)

Der BMW BERLIN-MARATHON am 25. September wird live in mehr als 150 Ländern übertragen. In Deutschland sind n-tv (8.30 – 12.30 Uhr) und Eurosport (8.45 – 11.30 Uhr) live dabei.

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