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Neue Laufeuphorie ausgebrochen? Aber wieso denn.

Wer in den letzten Wochen die Teilnehmerzahlen der Läufe jeglicher

Grössenordnung

verfolgte, konnte feststellen, dass verschiedentlich die Organisatoren schon

weit

im Vorfeld limitierten und keine Anmeldungen mehr annahmen.

Ausserhalb der Diskussion steht London mit seinen 99.000 Anfragen und Paris

mit

31.500 Teilnehmern (Vorjahr: 22.000!), aber auch in Deutschland zogen

Veranstalter

die "Handbremse": Wolfram Götz vom Hansaplast-Marathon Hamburg

machte "zu" bei knapp

17.000 Teilnehmern, der Newcomer Gutenberg-Marathon in Mainz war mit knapp

5.000

Läufern schon lange vorher ausgebucht, der Hermannslauf machte auch die

"Schotten

dicht", beim 20. BERLINER HALBMARATHON verdoppelten sich fast die Zahlen

auf

8.137 Teilnehmer.

Ebeno erfreuliches kann Wolfgang Konrad vom Wien-Marathon berichten. Im

letzten Jahr

noch von der Hitze gebeutelt und deswegen auf einen Rückgang in 2000

gefasst,

konstatiert Wolfgang Konrad, dass in Österreich die Laufeuphorie

ausgebrochen ist.

Er wird bei seinem Wien-Marathon einen neuen Rekord mit 10.000

Marathonläufern

aufstellen, aber auch limitieren und nicht mehr annehmen. Nach neuesten

Umfragen

in Österreich läuft jeder achte im Nachbarland - das ist eine

völlig neue

Entwicklung.Wenn wir das auf Deutschland umrechnen, dann wird hier in der

Zukunft

noch einiges passieren. Denn Deutschland und Österreich hinkten der

Laufentwicklung

in Europa hinterher, sofern man Skandinavien, Frankreich, Holland und

mehrere

unserer europäischen Nachbarn zur Richtschnur nahm.

Was ist plötzlich los?

In Paris zuckte man die Schultern und wies auf das Jahr 2000 hin, aber das

kann

keine plausible Erklärung sein.

Festzuhalten bleibt, dass eine kontinuierliche Basisarbeit und

Öffentlichkeitsarbeit

wahrscheinlich langsam Früchte trägt. Beispiele wie Köln und

Mainz zeigen, wie

plötzlich und unerwartet das Angebot in noch nicht "voll

erschlossenen" Lauf-Gebieten

angenommen wird, wer zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort das Richtige

macht,

der hat dann den Erfolg des Tüchtigen. Danach ergibt sich wahrscheinlich

ein

Rattenschwanz von Folgerungen, weil nach der These "einmal Läufer,

dann immer öfter

Läufer" - alle anderen Läufe dann an der positiven Entwicklung

teilhaben.

Wenn es tatsächlich so wäre, machen wir uns beim Alberto

BERLIN-MARATHON schon auf

einiges gefasst. Für uns ist Hamburg schon immer ein Gradmesser auch der

Beteiligung

in Berlin. Wenn dort die Teilnehmerzahlen steigen, dann geht es in Berlin

weiter hoch her.

Bis jetzt hatten wir im Vorjahr nur die Skater limitiert, das kann 2000 auch

wieder

eintreten. Bei den Läufern ist das Limit laut Ausschreibung bei 25.000!

(wie 1990).

Das ist bisher noch lange nicht erreicht, aber der verbilligte Meldeschluss ist

der

14. Juni 2000 - und bis dahin tut sich immer Gewaltiges.

Vielleicht hält die Laufeuphorie an, dann sind wir am 15.6. schlauer und

melden uns

an dieser Stelle wieder zu Wort.

Horst Milde

RUNNING-Team

Veranstaltungsleiter

Alberto BERLIN-MARATHON

 

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