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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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„Wir wollen die Leichtathletik in Berlin als junge, attraktive, dynamische Sportart präsentieren“

<p">Heinrich Clausen ist seit Oktober des vergangenen Jahres als

Organisationsleiter der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin

tätig. Der 57-Jährige hatte diese Position bereits bei den

Europameisterschaften in München 2002 und war zuvor auch bei den kontinentalen

Titelkämpfen 1986 in Stuttgart sowie bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart

1993 hauptamtlich tätig. Ehrenamtlicher Geschäftsführer der zwischenzeitlich

gegründeten Berlin Organising Committee 2009 GmbH (BOC 2009) ist Heiner Henze,

der Schatzmeister des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Mit ihm

arbeitete Heinrich Clausen bereits in der Vorbereitung auf die EM 1986

zusammen. Die Weltmeisterschaften 2009 werden vom 15. bis 23. August im

Berliner Olympiastadion stattfinden.

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Herr Clausen, was macht ein Organisationsleiter rund

dreieinhalb Jahre vor Beginn der Weltmeisterschaften?

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Heinrich Clausen: „Nachdem wir ein Büro aufgebaut haben, hat

die Planungsphase begonnen. Es geht um Konzepte und Strukturen sowie die

Entwicklung eines Masterplans. In einigen Bereichen sind wir inzwischen in der

Phase der konkreten Planung. Dazu zählen zum Beispiel die Hotelreservierungen,

der IAAF-Kongress oder Konzepte für das Stadion. Infrastruktur- und

Logistikfragen werden behandelt, ein Budget wird erstellt. Es ist ein bisschen

wie mit einem Baby. Der Charakter eines Menschen wird schon in den ersten

Jahren geformt. Wir müssen sehen, dass wir mit guten Anfangskonzepten eine

Grundlage legen, die die Weltmeisterschaften 2009 erfolgreich prägen wird.“

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<p">Lässt sich sagen, wie hoch das Budget sein wird?

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Heinrich Clausen: „Der Gesamtetat wird sich auf eine Summe

zwischen 40 und 45 Millionen Euro belaufen.“

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Wie sieht die Personalsituation aus?

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Heinrich Clausen: „Zurzeit arbeite ich mit einer Kollegin in

unserem Büro auf dem erweiterten Gelände des Berliner Olympiastadions. Alle

Schritte werden dabei mit Herrn Henze abgesprochen. Wir haben ein

Personalkonzept entwickelt und werden jetzt auch damit beginnen, Mitarbeiter

einzustellen. Einen Marketing-Manager und eine Direktorin für Sporttechnik gibt

es bereits. Frau Gabriele Thiele ist seit 1. Januar für uns tätig im Bereich

Sporttechnik. Sie soll unter anderem neue Ideen umsetzen, die es zum Beispiel

für die Marathonläufe gibt. Wir werden auch bald einen Logistik-Manager

einstellen. Ich schätze, dass wir in der Endphase einen Stab von etwa 45

hauptamtlichen Mitarbeitern haben werden. Die letzten von ihnen werden etwa ein

Jahr oder ein dreiviertel Jahr vor der WM zum Team hinzukommen. Aber die Arbeit

wird natürlich längst nicht nur auf den von uns angestellten Hauptamtlichen

lasten. Wir werden auch mit vielen Honorarkräften und Ehrenamtlichen arbeiten.

Manche Bereiche werden sicherlich auch an Fremd-Firmen abgegeben. Ich denke da

zum Beispiel an die Bereiche Promotion, die Eröffnungsfeier oder das

Kulturprogramm.“

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Stichwort Promotion: Zurzeit haben Sie eine schwierige

Situation, weil natürlich in der Öffentlichkeit nur die Fußball-WM wahrgenommen

wird.

Was können Sie machen, wie sehen Sie die Situation nach dem Finale am 9.

Juli?

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Heinrich Clausen: „Zurzeit geht es natürlich nur um die

Fußball-Weltmeisterschaft. Aber da brauchen wir uns nicht drüber zu beklagen.

Fußball ist die Nummer eins zurzeit, und es ist eine tolle Sache, dass diese WM

in Deutschland und das Finale in Berlin stattfindet. Im Rahmen der rechtlichen

Möglichkeiten werden wir versuchen, die Fußball-WM für eigene Promotion-Zwecke

zu nutzen, um den Medien und der Bevölkerung zu zeigen, dass drei Jahre später

in Berlin wieder ein großes sportliches Highlight stattfindet. Ich bin

überzeugt davon, dass wir mit den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 eine

ähnliche Begeisterung entfachen können wie wir sie rund um die Fußball-WM

erleben. Punktuell spüre ich schon jetzt ein sehr positives Feedback. Und ich

hoffe, dass wir nach der Fußball-WM mit der Leichtathletik die gleiche

Aufmerksamkeit bekommen werden.“

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Zeichnen sich in der Planungsphase besondere Probleme ab?

Zum Beispiel wird ja in Berlin immer wieder der Abriss des Internationalen

Congress-Centrums (ICC) diskutiert.

In der WM-Bewerbung war dies für die

Council-Sitzung der IAAF vorgesehen.

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Heinrich Clausen: „Ein möglicher Abriss des ICC wird uns

nicht tangieren, denn der IAAF-Kongress wird jetzt im Hotel Estrel stattfinden.

Es gibt natürlich auch Knackpunkte, die sind bekannt. Einer ist zum Beispiel

der Flughafen und eine möglicherweise damit verbundene Akkreditierungsstelle.

Aber wir werden auch dafür Lösungen finden.“

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Unabhängig von den Planungen – was sind Ihre großen Ziele

oder Visionen?

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Heinrich Clausen: „Wir wollen die Begeisterung für die

Leichtathletik weiter entwickeln. Das Olympiastadion soll zumindest bei den

Abendveranstaltungen durchweg ausverkauft sein. Ich bin zuversichtlich, dass

wir das schaffen.

Wir wollen aber auch die junge Generation an die

Leichtathletik heranführen und sie integrieren und damit eine neue Begeisterung

für diese Sportart wecken.

Wir werden die Leichtathletik in Berlin als junge,

attraktive, dynamische Sportart präsentieren.“

 

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