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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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WM-AKTUELL: Äthiopiens kompletter Triumph über 10.000 Meter

Die Äthiopier haben den vor zwei Jahren bei der WM in Edmonton verloren

gegangenen Titel über 10.000 m zurück gewonnen. Und dabei haben sie

mit drei Startern gleich alle drei Medaillen gewonnen, während die

Kenianer einen Einbruch erlebte. Erst gab ihr Titelverteidiger Charles Kamathi

verletzt auf, dann verlor bei 7600 Metern auch der letzte Kenianer den

Anschluss an den äthiopischen Expresszug. Der neue Weltmeister hieß

am Ende Kenenisa Bekele, der 26:49,57 Minuten lief. Haile Gebrselassie blieb in

einem mitreißenden Spurtduell dieses Mal nur der zweite Platz in 26:50,77

Minuten. Dritter wurde Sileshi Sihine in 27:01,44. Hinter dem viertplatzierten

Abdullah Ahmad Hassan (Katar/27:18,28) kam dann der Kenianer John Cheruiyot

Korir in 27:19,94 ins Ziel.

Kamathi war nicht der einzige, der bei dieser Tempojagd aufgab. In der

ersten Hälfte des Rennens wurde gebummelt. Und als Dieter Baumann

(Tübingen) zwischen Kilometer eins und zwei kurzzeitig mit Mebrahtom

Keflezighi (USA) die Führung übernahm, ließen ihn die Favoriten

gewähren. Sie liefen mit etwas Abstand. Bald darauf hatte sich das Bild

komplett gewandelt. Es sah kurios aus, denn alle schwarzen Läufer rannten

vorne, während alle weißen Athleten in der zweiten Hälfte des

Rennens waren. Doch die ersten 5 km waren für die Äthiopier nur ein

Warmlaufen. Nach 13:52,33 Minuten hatten sie die 5000-m-Marke passiert.

Doch dann ging es richtig zur Sache – die zweite Hälfte des

Rennens war wie ein hochkarätiges 5000-m-Rennen. Gelaufen wurde diese

Strecke in unter 13 Minuten – 12:57,25 Minuten. Dieter Baumann war

plötzlich Letzter – und nach 5600 Metern stieg er vorzeitig aus. Der

Saisonhöhepunkt auf der Bahn war missraten. Nun wird sich Baumann auf den

Start beim New-York-Marathon Anfang November vorbereiten. Sechs Runden vor

Schluss waren die drei Äthiopier bereits unter sich. 800 Meter vor Schluss

verlor Sihine den Kontakt. Doch erst 200 Meter vor dem Ziel fiel die

Vorentscheidung um Gold. Kenenisa Bekele ging am führenden Haile

Gebrselassie vorbei und lief zum Sieg.

Über 800 Meter steht eine Deutsche im Finale: In einem

überzeugenden Rennen belegte Claudia Gesell (Bayer Leverkusen) in ihrem

Halbfinale den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für den Endlauf

der besten Acht am Dienstag. Gesell lief 2:01,01 Minuten hinter der

Marokkanerin Amina Ait Hammou. Unangefochten gewann Titelverteidigerin Maria

Mutola (Mosambik) ihr Halbfinale, und auch die Britin Kelly Holmes sah hinter

Mutola laufend stark aus.

Tags zuvor standen am Abend auch die Vorläufe über 3000 m

Hindernis auf dem Programm. Kenia qualifizierte sich dabei mit allen drei

Athleten für das Finale am Dienstag. Doch es ist ein Kenianer, der

kurzfristig die Nationalität wechselte, der den erfolgsverwöhnten

Athleten aus dem Läuferland Nummer eins einen Strich durch die Rechnung

machen könnte: Stephen Cherono heißt seit kurzem Saif Saaeed Shaheen

und startet für Katar. Er ist der Jahresweltbeste über die

Hindernisse und die 5000 m. Es wird ein weiteres Lauf-Finale mit Hochspannung

geben, bei dem kein deutscher Läufer vertreten sein wird, denn Filmon

Ghirma (LAV Tübingen) schied als Neunter im Vorlauf aus.

 

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