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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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100 Jahre Berliner Leichtathletik-Verband

In diesem Jahr feiert der Berliner Leichtathletik-Verband (BLV) sein

100-jähriges Bestehen. Zu einem besonderen Ereignis wurden daher die

Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften werden, die am 5. und 6. Juni im

Friedrich-Ebert-Stadion stattfanden.

Für den 15. November – vor 100 Jahren der Gründungstag –

ist ein Festakt des Berliner Leichtathletik-Verbandes (BLV) geplant.

Anlässlich des Jubiläums ist geplant, dass eine 48-seitige

Festbroschüre vorliegen wird. Sie erscheint als Heft 12 der

„Sporthistorischen Blätter", die vom Sportmuseum Berlin und dem

Forum für Sportgeschichte (M. Behrendt u. G. Steins) herausgegeben werden.

Die Broschüre kann dann auch über den BLV bezogen werden (Telefon:

030 – 305 72 50) und kostet voraussichtlich zwischen 3 und 4 Euro.

Am Dienstag, den 15. November 1904 wurde im Restaurant Jost in der

Gitschiner Straße 112 am Halleschen Tor der Verband Berliner

Athletik-Vereine (VBAV) gegründet. Erster Vorsitzender war damals Otto

Gronert vom SC Komet, Zweiter Vorsitzender wurde Paul Martin vom

Charlottenburger SC 1902, dem heutigen SCC Berlin. Außerdem gehörten

damals dem Vorstand an: Curt Frank (SC Marcomannia Berlin/1.

Schriftführer), C. Adam (SC des Westens/2. Schriftführer) und Ernst

Baage (SC Komet/Kassierer). Am 12. März 1905 veranstaltete der Verband

seinen ersten Wettkampf, einen Crosslauf um den Hundekehlesee im Grunewald.

Bereits 1908 organisierte der VBAV mit seinen Vereinen eine

bemerkenswerte Reihe hochkarätiger Veranstaltungen:

1. Anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Deutschen

Sportbehörde für Athletik fand am 18. Januar in den Berliner

Ausstellungshallen am Zoo das erste deutsche Hallensportfest mit 109

Teilnehmern statt.

2. Am 10. Mai war dann der Sportplatz in der Bellermannstraße im

Norden Berlins Schauplatz des ersten Städtewettkampfes

Berlin-Hamburg-Leipzig, den Berlin mit sicherem Vorsprung gewann.

3. Der erste Staffellauf Postdam-Berlin hatte am 14. Juni Premiere.

4. Kurz nach den Olympischen Spielen in London richteten der BSC, der SCC,

der SC Komet und der SC Teutonia gemeinsam „Internationale Olympische

Wettkämpfe“ aus. Diese fanden am Sonntag, den 26. Juli auf dem

Athletiksportplatz am Bahnhof Gesundbrunnen (Schebera-Sportplatz) statt. Um 16

Uhr war der Finallauf über 100 m um den Ehrenpreis des BSC angesetzt und

wenig später wurde der 1500-Lauf um den Kronprinzenpreis gestartet.

Beide Läufe waren die absoluten Höhepunkte der sogenannten

„Internationalen Olympische Wettkämpfe“. Über die 100m

siegte Willy Kohlmey vom BSC (Startnummer 56) in 11,0 Sekunden vor dem

Studentenweltmeister May aus den USA (Nr. 19) und errang damit den ersten

deutschen Erfolg über die bisher dominierenden US-Amerikaner.

Der 1500m-Lauf wurde von Carl Diem, der im Januar 1905 zum 1. Vorsitzenden

des VBAV gewählt worden war, persönlich gestartet.

Es liefen unter anderen: Joh. Runge aus Braunschweig (Startnummer 5), G.

Pettersson aus Schweden (Nr. 15), Hanns Braun aus München (Nr. 14), J.D.

Lightbody aus den USA (Nr. 18), W. Stolzenburg aus Berlin (Nr. 138). Den

Kronprinzenpokal gewann Lightbody in 4:25 Minuten vor Pettersson und

Stolzenburg.

Text: Gerd Steins

 

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