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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Aktion SKATE for OLYMPIA erhält Unterstützung aus dem Eisschnelllauflager

Am Rande des 9th Int. Master Cup 2004 im Eisschnelllaufen, nutzte Mitinitiator

Mike Saft die Gelegenheit nicht nur mit ehemaligen erfolgreichen Eiscracks

über den laufenden Wettkampf zu fachsimpeln. Mit Olympiasiegerin

Jacqueline Börner (sie gewann die 1500 m 1992 in Albertville),

Olympiateilnehmer Michael Spielmann (1994 Hamar) und Deutschlands

erfolgreichsten Eisschnelllauf-Langstreckler bei Olympischen Winterspielen Rene

Schöfisch erklärten sich gleich drei ehemalige Meister ihres Faches

bereit, die Aktion SKATE for OLYMPIA zu unterstützen. Natürlich

nutzte Mike Saft auch gleich die Chance für ein kleines Interview mit Rene

Schöfisch und fragte ihn u.a. nach seiner Motivation, dem

Speed-Skatingsport helfen zu wollen.

Zur Person: René Schöfisch (geb.

03.02.1962)

Größte sportliche Erfolge:

2-facher Bronzemedaillengewinner Olympia 1984 Sarajevo,

mehrfacher Deutscher Meister über 5000 m u. 10.000 mVizeweltmeister

Masters 2002 Hamar

1998, 2001, 2002 Sieger DM Masters

Persönliche Bestzeiten:

5000m in 6:58,80 min. (Alma Ata 25.3.88)

10.000m in 14:32,70 min. (Alma Ata 26.3.88)

"left" />Welche Beziehung haben Sie zum Inline-Skating?

Für uns Eisschnellläufer ist das Inline-Skaten schon immer auch eine

Sommertrainingsvariante neben dem Radsport gewesen. Nach meiner aktiven Zeit

habe ich diesen Sport auch als Wettkampfmöglichkeit im Sommer genutzt und

an verschiedenen Rennen teilgenommen. Berlin bietet ja da eine ganze Reihe gut

organisierter Veranstaltungen an.

Wie würden Sie Inline-Skating beschreiben?

Schnell, spannend und sehr dynamisch.

Ist Inline -Skating für Sie Teamsport oder

Einzelsport?

Ein Teamsport, ohne Frage. Ich würde es sehr stark mit dem Radsport

vergleichen. Es gibt einen Kapitän und die Teamgefährten versuchen

ihren Kapitän nach Kräften zu unterstützen.

Seit dieser Saison gibt es auch das Mannschaftslaufen für

Eisschnellläufer innerhalb des Weltcups. Wie denken Sie

darüber?

Eine Neuerung, die ja beim Radsport und Inline-Skaten schon lange Tradition

hat. Ich denke das Mannschaftslaufen bringt zusätzliche Spannung für

die Zuschauer. Hier kommt es sehr auf die mannschaftliche Geschlossenheit an

und ein technischer Fehler kann fatale Folgen für das gesamte Team haben.

Ich denke, damit ist der Kufensport um eine Attraktion reicher geworden. Nicht

umsonst dominieren ja auch beim US amerikanischen Team 3 Inline-Speedskater

diese Disziplin.

Was halten sie vom Auftritt eines Chad Hedrick?

Ein absolutes Ausnahmetalent. Ich stelle ihn auf eine Stufe mit Miguel Indurain

oder einen Mark Spitz – alles Ausnahmesportler in ihrer Sportart. Ich bin

beeindruckt von seinem Ehrgeiz, seine Erfolge als Speed-Skater, jetzt auf das

Eis zu übertragen. Ich kenne keinen Eisschnellläufer der es umgekehrt

geschafft hat, Weltmeister auf dem Eis zu sein und Weltmeister bei den

Speed-Skatern zu werden. Wenn er konsequent an der Verbesserung seiner

Eisschnelllauftechnik arbeitet, kann er sogar noch schneller sein.

(Anm.d.Red. Chad Hedrick blieb als erster Mensch über die 1500 m im

Freien unter 1:49:0 min. und hält als Weltmeister auch den aktuellen

Mehrkampfrekord)

Sie unterstützen die Aktion: SKATE for Olympia – glauben

Sie, dass Inline-Skaten olympisch werden kann?

Verdient hätte es diese Sportart auf jeden Fall. Ich sehe Speed-Skaten als

Pendant zum Eisschnelllaufen im Winter, wobei ich den Straßen-Marathon

favorisieren würde. Dann müssten auch nicht mehr die erfolgreichsten

Speed-Skater den Umweg übers Eis nehmen. (lacht dabei) (Anm.d.Red.

neben Chad Hedrick waren mit Adelia Mara, Ipoolito Sanfratello, Derek Parra und

KC Boutiette weitere Speed-Skater on Ice)

Ich denke der Kampf auf den 42,195 km ist für die Zuschauer sicherlich

am spannendsten und würde wohl die wenigsten Kosten verursachen bei seiner

Umsetzung. Wenn ich die Teilnehmerzahlen beim real,- BERLIN-MARATHON anschaue

(2003 waren es über 9000 Skater) sehe ich ja die positive Resonanz und die

vielen Freizeitskater, die im Sommer immer Sonntagabend durch Berlin rollen,

scheinen ja auch Spaß an diesem Sport zu haben. Warum dann also nicht

auch den Sprung zu Olympia? Beachvolleyball und Triathlon haben es ja auch

geschafft.

Danke für dieses Interview.

Gern geschehen. Euch viel Erfolg bei eurem Projekt SKATE for Olympia. Ich

drücke Euch die Daumen!

Mike Saft

 

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