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Save the Date 28. September 2019
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Newsarchiv

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Dreibeinlaufen – wie vor 100 Jahren – aber viel langsamer!

Am 5./6. Juni fanden im Friedrich-Ebert-Stadion in der Bosetraße in

Tempelhof die Berliner und Brandenburgischen Meisterschaften statt.

Aus Anlaß des 100-jährigen Jubiläums des BLV wurden drei

Wettbewerbe in den sportlichen Ablauf eingefügt, die nicht zum

Standardprogramm der Landesmeisterschaften gehörten. Davon waren 2

Wettbewerbe schon vor hundert Jahren aktuell, nämlich das Dreibeinlaufen

und Tauziehen, während das 300 m A-Klasseschieben wohl eine Erfindung

neueren Datums ist und vom örtlichen Ausrichter der Meisterschaften, dem

TSV Tempelhof-Mariendorf zuzurechnen ist.

Hier sollte weniger auf die Ergebnisse der Meisterschaften eingegangen

werden, als auf das Dreibeinlaufen, das auch hier vorab im Internet propagiert

und zum Mitmachen aufgerufen wurde.

Um 18.05 Uhr standen dann tatsächlich 7 Paare am Start, die dem Aufruf

gefolgt waren – und auch dafür trainiert hatten. Sieger wurden Jacob

Claßen und Sebastian Timme (LG Nord I) in 16.82 vor Thomas Mühlbach

und Markus Jung (OSC) und Sarah Fischer mit Lisa Lensinger (TSV

Tempelhof-Mariendorf).

Eine Zeit gab es nur für das Siegerpaar – genau wie vor Jahren!

Allerdings sind die 16.82 sehr weit entfernt von dem Weltrekord von 1896 von

Ernst Schultze und Emil Wernicke (BFC Germania) von 12 ¼ . Diese Zeit

sollte eigentlich unterboten werden.

Viele ehemalige und prominente Berliner Leichtathleten wohnten den

Meisterschaften bei, Siegerehrungen nahmen u.a. vor Jürgen Straub, Silber

bei den OS in Moskau über 1500m oder Uwe Hohn, der Weltrekordler im

Speerwerfen, LSB Präsident Peter Hanisch oder Armin Baumert,

Geschäftsführer für Leistungssport im DSB - auch Ingo Sensburg

ließ sich sehen und der ehemalige Mittelstreckenstar Olaf Lawrenz war auf

der Ehrentribüne zu entdecken.

Die Meisterschaften wurden sehr liebevoll vom Organisationsteam des TSV

Tempelhof-Mariendorf unter Leitung von Patrick Reich organisiert. Man merkte,

daß der Verein, durch das erfolgreiche Pfingstsportfest für

Schüler und Jugendliche bestens “trainiert“, einer der wenigen

Vereine in der Leichtathletik in Berlin ist, der mit großem Engagement

und Einsatz für die wenigen Freunde der Leichathletik sich

“abrackert“. Das merkte man nicht nur beim korrekten sportlichen

Ablauf an den 2 Tagen, sondern auch bei der Meisterschaftsfete, die für

Aktive und Mitarbeiter danach auf die Beine gestellt wurde. Das soll und

muß auch mal öffentlich gesagt und belobigt werden.

Horst Milde

Foto von Gerd Steins (Sportmuseum Berlin)

 

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