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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Eindrücke vom Helsinki-Marathon 2004

Bevor ich hier über den Helsinki-Marathon am 21. August (Startzeit: 15.00

Uhr) erzählen will, habe ich die internationalen Bestenlisten der

vergangenen Jahre durchforstet, fand aber weder den Namen des Russen Dimitri

Kondrashov noch den der Kenianerin Jennifer Lotoiyowo.

Sie sind die Sieger des Helsinki-Marathons 2004. Die Sieger-Zeiten sprechen

für sich: Kondrashov, im Vorjahr bereits Zweiter des Rennens, gewann in

2:21:28 h mit vier Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Vener Kashajev. Die

Kenianerin blieb in 2:57:26 h gerade Mal um zweieinhalb Minuten unter der

Drei-Stunden-Grenze. Sie erreichte mit 24 Sekunden Vorsprung das Ziel am

Olympiastadion vor der Finnin Martina Salomonsson.

Als Siegerprämien wurden jeweils 3500 € angegeben (für Platz

zwei 2000 € und für die Drittplatzierten jeweils 1000

€).

Ziel leider nicht im Stadion

Leider führten die letzten Meter diesmal nicht ins Stadion, weil die

Kunststoffbahn im Hinblick auf die Leichtathletik-WM im kommenden Jahr 2005

völlig erneuert wird.

Die Zeiten der beiden Sieger machen deutlich, dass der Marathonkurs in der

finnischen Metropole zwar sehr abwechslungsreich aber ungemein schwer

ist.

Hasen mit gelben Fähnchen

Vor dem Start wurde auf einer Bühne die Schar der „Hasen"

vorgestellt. Weithin sichtbare gelbe Fähnchen an der Kopfbedeckung dienten

als Orientierung. Gelaufen wurde übrigens mit Champion Chips, die mit den

Startunterlagen ausgegeben wurden und unmittelbar nach dem Zieleinlauf von

vielen fleißigen Helfern vom Schuh abgetrennt wurden.

Das ständige Auf und Ab ist auch mir trotz - wie ich meinte - optimaler

Vorbereitung (in den letzten zwölf Wochen zwischen 60 und 85 km pro Woche)

zum Verhängnis geworden. Dazu kamen permanente Magenbeschwerden, über

deren Ursachen ich mit meiner Frau bisher vergebens geforscht habe. Die

Hoffnung, meinen neunten Marathon im „Sechser-Schnitt"

bewältigen zu können, erfüllte sich nur bis km 25 (Halbmarathon

in 2:03). Für die zweite Hälfte brauchte ich nach mehreren Gehpausen

2:45.

„Olle Nurmi“ würde sich im Grabe umdrehen

...

... nicht zu vergleichen

Mit Berlin ist Helsinki natürlich überhaupt nicht zu vergleichen. Die

Teilnehmerzahlen bei uns erfordern von der Milde-Crew ganz andere logistische

Überlegungen. In Helsinki waren es letztlich wohl so um die 7000 Starter,

davon etwa 600 aus dem Ausland (die Zusendung des Ergebnisprotokolls ist

für September angekündigt).

Mit Kopfsteinpassage

Abgesehen vom für meine Begriffe sehr anspruchsvollen Streckenprofil

verlief der Kurs vorwiegend auf asphaltierten Straßen, Fuß- und

Radwegen. Eine längere Kopfsteinpflaster-Passage zwischen km 24 und km 28

nervte ungemein und erinnerte mich an Dr. Willi Heepes Worte, dass der Marathon

selbst - im Gegensatz zu langfristiger Vorbereitung - eher schädlich

für den Körper sei.

Vorbildiche Erfrischungspunkte

Der Kurs war zwar abgesperrt, führte allerdings teilweise am

fließenden Verkehr vorbei. Auch parkende Autos auf der Strecke wären

bei Teilnehmerfeldern wie sie in Berlin unterwegs sind, undenkbar.

Als vorbildlich möchte ich die 20 Erfrischungsstationen bezeichnen, also

fast aller zwei bis drei Kilometer. Dexal, Wasser, später Bananen wurden

angeboten, dazu an speziellen Ständen mehrmals Erfrischungsschwämme.

Am Ziel gab es zudem Eistee, Pumpernickel, Schokoriegel, Joghurt, saure Gurke

und - das Wichtigste - eine wunderschöne Medaille. Vermisst habe ich die

wärmende Folie, wie es sie fast überall und auch beim real,-

BERLIN-MARATHON gibt. Die Letzten kamen schließlich erst gegen 21.00 Uhr

ins Ziel.

Resümee:

Wer neue Bestzeiten im Auge hat, sollte besser beim real,- BERLIN-MARATHON

bleiben. Wer sich in kleineren Feldern wohler fühlt und neugierig ist, was

woanders anders gemacht wird, für den ist Helsinki auf jeden Fall eine

Reise wert.

Nicht allein wegen des Marathons.

Jochen Frank

www.helsinkicitymarathon.com

 

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