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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Philip Manyim: „Mit einem Sieg gegen meine Landsleute hatte ich nicht gerechnet“

Kurz nach seinem Sieg beim real,- BERLIN-MARATHON in 2:07:41, haben wir mit dem Gewinner, Philip Manyim (Kenia), gesprochen.

Wir waren sehr überrascht über Ihren Sieg, denn es war ja gerade einmal Ihr dritter Marathon. Lernen Sie schnell?

Philip Manyim: „Ja,

der Erfolg kam überraschend, denn mit einem Sieg gegen meine

kenianischen Landsleute, die schon 2:06 gelaufen sind, habe ich nicht

gerechnet. Mit Gottes Hilfe habe ich das Rennen gewinnen können.“

Sie

haben zu einem Zeitpunkt attackiert, wo einige Leute zu attackieren

begannen – kurz vor 30 km. Es war ein warmer Tag, Sie mussten also ein

große Portion Mut und den Glauben an Ihre Fähigkeiten haben, um zu

attackieren?

Philip Manyim: „Ich habe in Kenia mein

Training von früh am morgen auf 9 Uhr umgestellt. Deswegen hatte ich

nichts zu befürchten, aber es ist in nicht so großer Höhe schwerer bei

warmem Wetter zu atmen, also das war das eigentliche Problem.“

Heiße Wetterbedingungen müssen nicht unbedingt leichter für Kenianer sein?

Philip Manyim:

„Es ist sehr schwer auch für Kenianer bei hohen Temperaturen zu laufen,

da wir immer sehr früh am morgen trainieren und in den Bergen, wo es so

und so kühler ist. Wenn andere Probleme mit den heißen Temperaturen

haben, dann haben wir sie auch.“

Sie haben Ihre internationale

Karriere als Hindernisläufer begonnen und Sie haben auch das Tempo für

Weltrekorde gemacht (Manyim hat für den Marrokaner Brahim Boulami bei

seinem Weltrekord in Zürich 2001 Tempo gemacht). Wie kam der Wechsel

zum Marathon?

Philip Manyim: „Ich habe einen

italienischen Trainer, Renato Canova, und dieser sagte mir, dass das

Laufen über Hindernisse die gleichen Belastungen hat wie das Rennen auf

der Straße. Dadurch habe ich eigentlich schon die optimale

Trainingshärte vom Hindernislauf für den Marathon. Das war meine

Ambition, und ich habe es mit Erfolg probiert.“

Renato Canova trainert viele gute kenianische Athleten. Was halten Sie von ihm?

Philip Manyim: „Ich

danke ihm und hoffe, dass Gott ihm dabei helfen wird, den Kenianern zu

assistieren, die bei ihm bleiben wollen. Er ist ein sehr guter Trainer

und er hat durch seine Arbeit in Italien viel Erfahrung.” (Canova

trainert neben vielen anderen auch den ehemaligen Kenainer Stephen

Cherono, der nun für Katar unter Saif Saaeed Shaheen läuft

Hindernis-Weltmeister 2003 und 2005).

Wir wissen alle, dass

Berlin eine sehr schnelle Strecke hat, und Sie haben die

drittschnellste Zeit in diesem Jahr egalisiert. Wieviel schneller

können Sie laufen?

Philip Manyim: „Wenn ich mich gut fühle und gut vorbereitet bin, dann hoffe ich, wenn nicht sogar 2:05 zu erreichen, dann doch unter 2:06:30.“

Was

sind Ihre jetzigen Pläne? In Kenia haben Sie eine Frau und zwei Kinder

– und Sie nehmen ja eine Menge Preisgeld mit. Was sind Ihre generellen

Pläne?

Philip Manyim: „Mein Plan ist es, nach Hause zu

gehen und im Dezember mit meiner Familie unseren Hochzeitstag zu

feiern. Danach werde ich wieder das Training wieder aufnehmen, da, wenn

man anfängt Geld auszugeben, seine Karriere vergisst. Also werde ich

das Geld zur Seite legen und meine Karriere fortsetzen und hoffen, noch

besser zu werden.“

Sind Sie jetzt ein richtiger Marathonläufer?

Philip Manyim:

„Ja, denn meine Fähigkeiten, mit einer kurzen Vorbereitung mehrmals

erstklassige Zeiten von 2:08 Stunden beziehungsweise jetzt auch 2:07:41

Stunden laufen zu können, heißt, dass ich vielleicht beim nächsten Mal

unter 2:07:30 laufen kann. Vielleicht auch 2:06, mit mehr Erfahrung.”

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