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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Wien-Marathon am Sonntag: Letzte Olympiachance für Sonja Oberem

Sonja Oberem wird am Sonntag beim Wien-Marathon versuchen, die letzte

Qualifikationschance für die Olympischen Spiele zu nutzen. Um das Ticket

nach Athen zu lösen, muss die 31-jährige Läuferin von Bayer

Leverkusen mindestens 2:30 Stunden rennen. Eigentlich ist der

Qualifikationszeitraum für die Marathonläuferinnen bereits seit knapp

zwei Wochen beendet, doch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat im

Falle der Marathon-Olympiaachten von 1996 eine Ausnahme gemacht. Läufe

über kürzere Distanzen hinzugerechnet, werden am Sonntag in Wien rund

20.000 Läufer an den Start gehen. Mit etwas 7.500 Marathonläufern

rechnen die Organisatoren um Wolfgang Konrad.

Verletzungsbedingt hatte Sonja Oberem beim Hamburg-Marathon im April nicht

starten können. „Seit meiner Absage von Hamburg konnte ich gut

trainieren. Aber die Vorbereitungszeit war knapp. Ich weiß nicht, ob es

reichen wird“, erklärte die EM-Dritte von München 2002. Sonja

Oberem, die eine Bestzeit von 2:26:13 Stunden hat, trifft am Sonntag unter

anderen auf die Marathon-Weltmeisterin von 2001, Lidia Simon. Auch die

Rumänin will sich noch für Olympia qualifizieren. Sie braucht jedoch

lediglich 2:37:00 Stunden zu unterbieten. Und Simon hat nach der Geburt eines

Sohnes andere Ziele: Angepeilt ist eine Zeit unter 2:26 Stunden, mit der sie zu

alter Klasse zurückfinden möchte. Die Olympiazweite von 2000

fühlt sich nach der Geburt im Dezember 2002 physisch stärker. Ihr

erste Marathon nach der Entbindung war jedoch noch kein Erfolg. In Chicago kam

sie im vergangenen Herbst abgeschlagen mit einer 2:40er Zeit ins Ziel.

Einer, der ebenfalls an alte Zeiten anknüpfen möchte, kommt aus

Kenia: Vor knapp zwei Jahren rannte Raymond Kipkoech beim real,-

BERLIN-MARATHON zum größten Triumph seiner Karriere. Er gewann den

hochkarätigen Marathon in der Weltklassezeit von 2:06:47 Stunden. Der

26-jährige Kenianer ist einer der Favoriten beim 21. Vienna-City-Marathon

am Sonntag. “Ich habe gut trainiert. Wenn das Wetter mitspielt,

möchte ich schnell rennen. Eine Halbmarathonzeit zwischen 64 und 64:30

Minuten wäre okay für mich, mit diesem Tempo hätte ich kein

Problem“, erklärte Raymond Kipkoech. Diese Pace würde im

Bereich des Streckenrekordes von Willy Cheruiyot liegen. Der Kenianer gewann

2000 den Vienna-City-Marathon in 2:08:48 Stunden.

Ein Jahr nach seinem Sieg in Berlin hatte Raymond Kipkoech, der verheiratet

ist, aber noch keine Kinder hat, Pech. Als einer der Favoriten beim

New-York-Marathon an den Start gegangen, wurde er kurz vor Kilometer 30 von dem

Fahrzeug mit den Fotografen angefahren. „Der Laster hat mich am Kopf

touchiert. Ich hatte noch längere Zeit nach dem Unfall Schmerzen“,

erzählt Raymond Kipkoech, für den das Rennen nach dem Unfall beendet

war. Ins Krankenhaus musste Kipkoech in New York nicht. „Nach einer

medizinischen Versorgung konnte ich auch wieder nach Kenia

zurückkehren.“

Anfang April ist Raymond Kipkoech bereits beim Paris-Marathon an den Start

gegangen. Dort wurde er in 2:10:08 Stunden Zweiter. Doch damit war der Kenianer

nicht zufrieden. „Ich wollte schneller laufen, aber die wellige Strecke

lag mir nicht. Deswegen möchte ich jetzt in Wien zeigen, was ich

kann“, erklärte Kipkoech, der zur Gruppe des italienischen Managers

Dr. Gabriele Rosa gehört. Zwei Wochen hat er nach dem Paris-Marathon

pausiert, danach hat er rund vier Wochen in seiner Heimat Kapsait

trainiert.

Die Reise nach Wien geriet für Raymond Kipkoech zu einer Odyssee. Acht

Stunden lang war er alleine von Kapsait mit dem Auto unterwegs, um dann in

Nairobi festzustellen, dass er zu spät kam für seinen Flug nach

Europa. Zwölf Stunden später als geplant landete er schließlich

am Freitag morgen in Wien. Gemessen daran machte Raymond Kipkoech einen

munteren Eindruck. „Ich fühle mich in sehr guter Form“, sagte

der Kenianer. Und angesprochen auf Moses Tanui, einen der größten

Läufer Kenias, der am Sonntag sein Konkurrent sein wird, sagte Kipkoech:

„Moses ist ein Symbol in Kenia. Mit ihm muss ich rechnen am Sonntag.

Spätestens bei Kilometer 38 werde ich sehen, ob ich ihn schlagen

kann.“

 

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