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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Die Deutsche Leichtathletik im Abseits?

Paul Schmidt hat nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft in Paris

2003 öffentlich Stellung bezogen und Reformvorschläge für den

DLV postuliert. Diese von ihm formulierten Thesen sind nach wie vor aktuell -

oder aktueller denn je, denn die Ergebnisse der Hallen-WM im März 2004 in

Budapest sind für die deutsche Leichtathletik noch schlechter gewesen, als

vorher prognostiziert und auch über die Blamage der deutschen Beteiligung

bei der IAAF-Cross WM 2004 in Brüssel wurde an dieser Stelle auch schon

Stellung bezogen: http://www.berlin-marathon.com/news/show/001874

Zur Erklärung zu der Person von Paul Schmidt hier einige

Anmerkungen:

Er war Cheftrainer (Bundestrainer) des DLV von 1965 - 1996. In seine

Trainerlaufbahn fällt die große Zeit der Erfolge der deutschen

Mittel- und Langstreckler mit Harald Norpoth,Bodo Tümmler, Franz-Josef

Kemper und vieler anderer, die den guten Ruf der deutschen Leichtathletik

jahrzehntelang ausmachten. Er war der dienstältester Trainer des

DLV-Stabes und mit den höchsten Ehren des Verbandes ausgezeichnet: Mit dem

Hanns-Braun-Preis 1995, dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis und dem

Carl-Diem-Schild.

Er wurde 45-mal in die Nationalmannschaft berufen und kam von 1955 - 1964

56-mal zum Einsatz. Er gewann 17 Deutsche Meisterschaften, sechsmal davon die

800 m im Freien, er verbesserte den 800 Rekord von Rudolf Harbig am 20.09.1959

auf 1:46,2 (weitere BL: 400 m: 47,8 - 1.000 m: 2:20,4 und 1.500 m: 3:42,5) Er

nahm an 2 Olympischen Spielen teil (Vierter in Rom 1960 über 800 m) und

gewann zwei Bronzemedaillen bei Europameisterschaften im Jahre 1958 und 1962.

Er war jahrelang Sprecher der Trainer in der AG Sport und er war außerdem

Vertreter der Bundestrainer beim DSB. Paul Schmidt weiß also wovon er

redet,wenn er sein 10-Punkte-Programm für Änderungen beim DLV

eonfordert. Bis Athen 2004 ist es nicht mehr lange hin, da wird manches

für Änderungen schon zu spät sein - aber nach Athen kommen

weitere große Ereignisse auf die Leichtathletik zu. Hoffen wir, daß

seine Vorschläge doch irgendwo auf fruchtbaren Boden fallen.

Horst Milde

Die WM in Paris

Trotz aller Enttäuschungen über die miserable Leistungsbilanz des

DLV bei der WM in Paris erkenne ich eine Jahr vor den Olympischen Spielen in

Athen 2004 positive Effekte, unbequem aber zukunftsweisend und auch noch nicht

zu spät. Die deutsche Leichtathletik hat in der französischen

Metropole ihr absolutes Tief schonungslos offen legen müssen. Daraus leite

ich die positiven Effekte ah. Bedauerlich nur, dass diese Effekte bei einer WM

vor aller Öffentlichkeit erzwungen wurden. Alle Leichtathletikfreunde, und

ihre Zahl ist größer als man glaubt, hätten jedoch lieber ein

leistungsstarkes Team in Paris gefeiert. Unter positiven Effekten verstehe ich,

die unumstößlichen Forderungen, Strukturen, Fördersysteme, die

Führungsriege, die gesamte Trainerschaft, alle hauptamtliche Kräfte

zu bewerten und in ein erfolgsorientiertes zukunftsweisendes DLV-Gesamtkonzept

einzubinden. Das Gesamtkonzept in 3 Zeitstufen, kurz-, mittel- und langfristig,

sollte bis zu den Spielen 2012, die hoffentlich in Leipzig ausgetragen werden,

konzipiert werden.

Den vollen

Artikel können Sie hier als PDF-Datei einsehen

 

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