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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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EasyJet.com - runLondon.com – SFX

In diesem PC-Jargon lässt sich in drei Begriffen zusammenfassen, was sich

am vergangenen Wochenende abgespielt hat.

Als Beobachter von SCC-RUNNING / www.berlin-marathon.com war ich Augenzeuge

des wohl größten 10-km-Laufes in Europa. Nike lud ein zu einer Go

Nocturnal und 30.000 sind gekommen!

Sportnation unter Schock

Eigentlich kaum zu begreifen. An diesem nasskalten Wochenende, wo die ganze

englische Sportnation unter Schock stand, als am Samstag beide

Rugby-Mannschaften von Down Under in den verschiedenen Verbänden England

eine Lektion erteilten. Dabei war Australien sogar ersatzgeschwächt

angetreten.

Park stand unter Wasser

Am Tage des Rennens verschlechterte sich das Wetter weiter. Als Kevin Taylor,

ein Freund aus alten Zeiten, und ich im Southwark Park gegen 17 Uhr ankamen,

herrschte hektische Betriebsamkeit. Der Park stand teilweise unter Wasser, die

Laufwege waren jedoch gut beleuchtet und einwandfrei belaufbar. Bei der Suche

nach dem Pressezentrum konnte uns keiner so recht helfen. Eher zufällig

fanden wir es dann letztlich selber.

Startwellen

Die perfekte Ausschilderung zu der Kleiderabgabe und zum Start ließ keine

Missverständnisse aufkommen. Gestartet wurde in sogenannte Wellen von

jeweils 6.000 Läufern. Mit einer Verzögerung von 15 Minuten ging dann

die erste Welle an den Start, der zirka 1,5 km von der Kleiderabgabe entfernt

war.

Wo in solchen Fällen in Deutschland der Organisator zum Teufel

gewünscht wird, fiel hier kein böses Wort. Nike sponserte jedem

Teilnehmer ein knallgelb-fluoreszierendes Hemd mit der Nummer 1 oder 2 oder 3

oder 4 oder 5 (je nach Startwelle).

So glichen die Menschenmassen einer nummerierten Herde, die von Helfern zu der

Startlinie dirigiert wurden. Trotz des strömenden Regens wurde bei den

Ansprachen geduldig zugehört. Immerhin sprach ein Lord. Lange Zeit habe

ich Sebastian Coe verehrt. Nach dem Lauf im Pressezentrum durfte ich ihm gar

die Hand schütteln.

Paula lief mit

Paula Radcliffe lief in der ersten Welle in der Rolle als Jogging-Begleiterin

mit. Nach 9:45 Minuten war die erste Welle über die nur vier Meter breite

Matte gelaufen. Zwanzig Minuten danach wurde dann die zweite Welle

gestartet.

Die Einteilung des Feldes erfolgte aufgrund der individuell erwartete Zielzeit.

Wave 1 bis 44 Minuten, Wave 2 von 45 bis 50 Minuten, Wave 3 von 50 bis 54, Wave

4 von 55 bis 60 und letztlich Wave 5 von 1 Stunde und länger.

Ein Brite gewann

Vorneweg liefen fünf Kenianer und ein Brite. Letzterer gewann. In guten

28:51 Minuten erreichte Chris Thompson als Erster das Ziel, gefolgt von den

Kenianern, unter denen sich immerhin Luke Kipkosgei befand.

Bei den Damen gewann ebenfalls eine Engländerin. Jo Pavey (5. in Athen

über 10.000 m) ließ in 32:40 Minuten immerhin Sonia O’Sullivan

(Irland) hinter sich.

Urige Streets of London

Die Strecke führte durch den südöstlichen Teil Londons. Jeder

Kilometerpunkt wurde durch große leuchtende Ballons mit der

entsprechenden Zahl angegeben. Ein herrliches Bild durch die urigen Streets of

London. Der Höhepunkt war zweifellos die Überquerung mit Wendepunkt

auf der Tower Bridge.

Versank leider Gottes im Regen

Das liebevoll hergerichtete Zielgebiet im prächtigen Southwark-Park

versank leider Gottes in Regen. Zu gerne wären wir mitgelaufen. Leider war

der Lauf schon reichlich vorher ausgebucht. Der Erlös wurde, in England

eine langjährige Tradition, einem Wohltätigkeitszweck zur

Verfügung gestellt.

Aktion Re-Use-A-Shoe

Mit einer bisher einmaliger Aktion Re-Use-A-Shoe wird Schulen aus dieser Gegend

Londons geholfen, jungen Leuten den Laufsport näher zu bringen.

Alte Laufschuhe werden auf Kosten von Nike recycled und aus dem Material wird

der Belag für Sportplätze in den Schulhöfen hergestellt.

Eine superbe Idee. Beeindruckend einmal mehr die Bescheidenheid und

Höflichkeit der Briten.

JOHN KUNKELER

 

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