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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Haile Gebrselassie nach der WMM-Nullnummer in London: "Das schlechteste Rennen meiner Karriere"

<p">Auf der Jagd nach seinem Traumziel, hat Haile Gebrselassie am Sonntag beim

London-Marathon einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. 20 Weltrekorde hat

der Äthiopier in seiner einmaligen Karriere aufgestellt, doch die Bestzeit über

die klassischen 42,195 km hat der 33-Jährige nun schon zum dritten Mal deutlich

verpasst. „Das war das schlechteste Rennen meiner gesamten internationalen

Karriere, die 1991 begann“, erklärte Haile Gebrselassie nach seinem neunten

Platz in enttäuschenden 2:09:05 Stunden und flüchtete sich in Ironie:

„Eigentlich war es ein gutes Rennen – aber für die anderen.“

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Nicht aufgeben


Nie zuvor war Haile Gebrselassie dabei weiter vom Weltrekord entfernt als

am Sonntag beim London-Marathon, den der Kenianer Felix Limo in 2:06:39 Stunden

und die US-Amerikanerin Deena Kastor in 2:19:36 gewannen. 4:10 Minuten fehlten

zu Paul Tergats Weltrekord von 2:04:55, den der Kenianer 2003 in Berlin

gelaufen war – das wären in einem hypothetischen Duell fast 1,5 Kilometer

Rückstand auf den Erzrivalen. Doch trotz dieser Enttäuschung wird Haile

Gebrselassie nicht aufgeben. „Ich bin immer noch eher ein Marathon-Anfänger, denn

es war ja erst mein drittes Rennen über diese Distanz“, erklärte Haile

Gebrselassie, der 2002 in London Dritter war in 2:06:35, dann in Amsterdam im

vergangenen Oktober in 2:06:20 gewann und nun auf Rang neun landete. Als

Jugendlicher war er in Äthiopien schon einmal 2:48 Stunden gelaufen.

"Ich hatte ein schlechtes Gefühl" 

<p">„Ich war gut vorbereitet und war im Training Zeiten gelaufen, die auch

einen Weltrekord möglich erschienen ließen. Aber so ist das im Sport – das kann

passieren“, sagte Haile Gebrselassie. „Das Problem war der Regen. Schon als ich

morgens aus dem Fenster schaute hatte ich ein schlechtes Gefühl. Die Straßen

waren glitschig, ich dachte, ich verliere die Balance. Schon nach fünf

Kilometern wurde es schwierig. Es ist erstaunlich, dass ich überhaupt ins Ziel

gekommen bin“, sagte Haile Gebrselassie und fügte bezüglich der Situation in

der Schlussphase des Rennens, als ihn die Konkurrenten abhängten, hinzu: „Das

war nicht Haile Gebrselassie, der die letzten fünf Kilometer lief!“ Als reiner

Vorfußläufer, der den Schritt nicht über den Fußballen abrollt, hat Haile

Gebrselassie möglicherweise aber auch grundsätzlich schlechtere Karten im

Marathon.  

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"Im September, Oktober oder November werde ich einen Marathon laufen"


Trotz des Flops von London will Haile Gebrselasie im Herbst einen neuen

Anlauf im Marathon nehmen. „Ich werde entweder im September, im Oktober oder

November einen Marathon laufen“, erklärte der Äthiopier. Gut denkbar ist ein

Start auf der schnellen Strecke von Berlin oder auch in Chicago. Beide Rennen

gehören zudem neben Boston, London und New York zu der neuen World Marathon

Majors Serie (WMM). Jener Mann und jene Frau, die in einem Zwei-Jahres-Zyklus

die meisten Punkte sammeln, teilen sich den Jackpot von einer Million Dollar.

In der Pole-Position vor den Herbst-Marathons sind nach Boston und London die

Sieger Robert Cheruiyot und Felix Limo sowie Rita Jeptoo und Deena Kastor. Für

Haile Gebrselassie war London dagegen eine Nullnummer, denn Punkte gibt es nur

für die ersten fünf.

 

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