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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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Viel positive Resonanz beim diesjährigen Literatur-Marathon

Auf viel positive Resonanz bei Mitwirkenden und Zuhörenden stieß

der 15. Literatur-Marathon im Rahmen des 31. real,- BERLIN-MARATHON, der in

diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem "4. internationalen

literaturfestival berlin (ilb)" im alt-ehrwürdigen Hebbel-Theater

(HAU) in Berlin-Kreuzberg in der Stresemannstraße stattfand.

Lesung in einer

Marathonzeit von 4:06:30

Baumann und sein "Lebenslauf"

Rein zeitlich gesehen überdauerte die Lesung mit Diskussion in der Tat

über eine ausgedehnte Marathonzeit von 4:06:30 Std. Als erster Vorleser

ging Olympiasieger Dieter Baumann (Tübingen) an den Start. Er las

zunächst Passagen aus seinem Buch „Lebenslauf“ (erschienen bei

der Deutschen Verlagsanstalt, Stuttgart 2002) aus der Zeit unmittelbar nach dem

positiven Dopingbefund 1999:

„Laufen war zur Therapie geworden. Ich musste es schaffen, wenigstens

eine Stunde am Tag. Nur eine Stunde laufen, nur für mich“. Danach

begeisterte er die Besucher mit Kurzprosa über seine Erlebnisse als

„weißer Kenianer“ beim Höhentraining im ostafrikanischen

Gebirgsland, wo er einst mit einer „Hundertschaft“ von kenianischen

Spitzenläufern „unter ferner liefen“ mittrainieren

wettkämpfen durfte.

Eislauf - bei

Minus 42 Grad

Der Hamburger Tom Ockers - im Hauptberuf freier Fernsehjournalist u.a. mit

Beiträgen für die ARD - ist bei der Geburt seines Sohnes ein

Gelöbnis eingegangen: Teilnahme beim Sibirian Ice Marathon in Omsk.

Davon handelt seine eiskalte Reportage „Eislauf“ (List-Verlag,

München 2002). Er finishte lesend noch einmal die Strecke bei

Außentemperaturen von Minus 42 Grad: „Im Ziel herrschte eine

merkwürdige Stimmung. Alle, die noch da waren, fielen sich um den Hals und

die meisten heulten wie Schlosshunde. Niemand jubelte, bei manchen wusste man

nicht genau, ob sie lachten oder weinten“.

Herburgers "Schlaf und Strecke"

Im zweiten Teil der

Lesung gab es dann gleich eine Buchpremiere: Günter Herburger

(München), einer der dienstältesten (Jahrgang 1932) und bekanntesten

deutschsprachigen Autoren, der sich literarisch mit dem Laufen

beschäftigt, las erstmals aus seinem zwei Tage vorher ausgelieferten

jüngsten Werk „Schlaf und Strecke“ (A 1 Verlag, München

2004). Herburger, der übrigens beim 25. BERLIN-MARATHON 1999 den

Festvortrag hielt, hat wieder äußerst akribisch detaillierte

Schilderungen von (außergewöhnlichen) Läufen vorgelegt, die er

selbst in letzter Zeit mitgemacht hat.

Er las das Kapitel „Comrades“:

„In Bechern war stark gechlortes Wasser ausgeschenkt worden, das zum

Husten reizte, jedoch zu Ende ging. Nur noch Coca Cola in kleinen Flaschen

blieb vorrätig, eine Verheerung, denn der Zuckerspiegel schnellte hoch,

boshafte Kräfte mit im Zug, sowie verbesserte Laune, fast manische

Zuversicht, dann stürzte er um Grade ab“.

Höhepunkt

mit Alan Sillitoe

Den absoluten Höhepunkt bildete dann der Auftritt von Alan Sillitoe

(London), Verfasser von „The Loneliness of the Long-Distance

Runner“ (deutsch zuerst im Diogenes Verlag, Zürich 1967) - jener

Einsamkeit des Langstreckenläufers, die mittlerweile nicht nur unter

Läufern zu einem geflügelten Wort geworden ist.

Sillitoe, der selbst wegen einer Krankheit nie längere Distanzen selbst

laufen konnte bzw. durfte, gab einen Einblick in die Entstehungsgeschichte

dieser Erzählung in den 1950er Jahren und las dann im englisch-deutschen

Wechsel mit dem Schauspieler Frank Arnold (Berlin):

„Den ganzen Tag können sie uns nachspionieren, um zu sehen, ob

wir uns zusammenreißen und gut arbeiten und unseren Sport treiben, aber

unser innerstes Wesen können sie doch nicht röntgen, um rauszufinden,

was sich da abspielt … Und dieser Fez mit dem Langstreckenlauf ist das

Beste dran, weil ich dabei so gut nachdenken kann.“

MARATHON-Bildband 2003 - als Dank

Der langjährige Race Direktor des BERLIN-MARATHON Horst Milde, der den

Literatur-Marathon einst mit initiiert hatte und bei der Lesung zusammen mit

seiner Ehefrau Sabine anwesend war, dankte hinterher den Autoren und

überreichte ihnen einen Bildband über den 30. Jubiläums

BERLIN-MARATHON im letzten Jahr.

Fazit:

Der 16. Literatur-Marathon 2005 kann kommen … vielleicht wieder in

Zusammenarbeit mit dem „5. internationalen literaturfestival

berlin“.

Dr. Detlef Kuhlmann

Das kulturelle Rahmenprogramm des real,-

BERLIN-MARATHON:

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002460

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002200

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002398

Das weitere "Rahmenprogramm" rund um den 31. real,-

BERLIN-MARATHON 2004:

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002470

Alle anderen sportlichen Vorberichte und Ergebnisse der Läufer

und Inlineskater des 31. real,- BERLIN-MARATHON 2004 in großer Fülle

im "Archiv":

www.real-berlin-marathon.com/news/archiv

Die Laufliteratur - vom und zum Laufen - der

"Appetitanreger" für Sie zum Lesen:

Teil 1 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002258

Teil 2 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002259

Teil 3 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002260

Teil 4 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002261

Teil 5 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002262

Teil 6 der Serie "Bücher zum Laufen - laufend neu":

www.real-berlin-marathon.com/news/show/002263

 

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