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Save the Date 28. September 2019

Newsarchiv

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WM-Aktuell: Die Türkei steht vor einem Volksfest

Der deutsche 800-m-Meister Rene Herms (Asics Pirna) hat das Finale bei den

Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Paris verpasst. Herms – in

Abwesenheit des verletzten Olympiasiegers Nils Schumann der einzige deutsche

Starter über diese Strecke – kam in seinem Semifinallauf nicht

über Platz fünf in 1:46,88 Minuten hinaus. Das bedeutete eine weitere

Enttäuschung für die deutschen Leichtathleten. Zu zaghaft und zu

spät kam der Antritt von Herms – so dass er keine Chance hatte im

Rennen um die zwei Plätze, die die Eintrittskarte zum großen Finale

am Sonntag bedeuteten.

Statt dessen sicherte sich in diesem Lauf Andrea Longo (Italien) in 1:46,26

Minuten den Sieg vor Hezekiel Sepeng (Südafrika). Mit Mbulaeni Mulaudzi

qualifizierte sich ein weiterer starker Südafrikaner als Halbfinal-Sieger

für den Endlauf. Keinen Fehler machte dieses Mal Weltrekordler Wilson

Kipketer, der im Vorlauf fast ausgeschieden wäre. Der für

Dänemark startende Kenianer wurde Zweiter hinter dem starken Russen Juri

Borsakowski. Ausgeschieden ist dagegen der Titelverteidiger: Der Schweizer

André Bucher wurde in seinem Halbfinale nur Fünfter.

Bei den Frauen stand das 1500-m-Halbfinale auf dem Programm. Die

türkische Volksheldin Süreyya Ayhan kontrollierte das Rennen wie

immer von der Spitze. Sie ließ es allerdings ruhiger angehen am Ende und

lief schließlich locker als Zweite ins Ziel in 4:03,60 Minuten hinter

Maria Cioncan (Rumänien/4:03,40). Das ändert aber nichts daran, dass

Ayhan die große Favoritin ist. Nach dem Saisonverlauf wäre es eine

Sensation, wenn sie am Sonntag nicht Gold für die Türkei holen

würde. In ihrer Heimat ist Süreyya Ayhan der Sportstar schlechthin.

Durch ihre Leistungen erlebt die Leichtathletik in dem Land einen enormen

Popularitätszuwachs: Fast jedes Kind will so laufen wie Süreyya

Ayhan. Wenn am Sonntag um 18.20 Uhr das Finale beginnt, wird die Türkei

vor dem Fernseher sitzen. Es wird ein Volksfest geben. Im zweiten Halbfinale

setze sich Tatjana Tomaschowa (Russland) in 4:05,38 Minuten durch.

 

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